Was?

"Die Linke machte einmal den Fehler anzunehmen, daß sie ein Monopol auf Antikapitalismus hätte; oder umgekehrt: daß alle Formen des Antikapitalismus zumindest potentiell fortschrittlich seien. Dieser Fehler war verhängnisvoll – nicht zuletzt für die Linke selbst.” Moishe Postone, 1974

"Neofaschistische Strömungen in aller Welt gehen... mit dem antisemitischen islamistischen „Widerstandskampf“ konform, obwohl sie gleichzeitig rassistische Stimmungen gegen Migranten aus den islamischen Ländern schüren. Auch große Teile der globalen Linken begannen umstandslos die Glorifizierung des alten „Antiimperialismus“ auf die islamistischen Bewegungen und Regimes zu übertragen. Das kann nur als ideologische Verwahrlosung gekennzeichnet werden, denn der Islamismus steht gegen alles, wofür die Linke jemals eingetreten ist; er verfolgt jedes marxistische Denken mit gnadenloser Unterdrückung und Folter, er stellt Homosexualität unter Todesstrafe und behandelt die Frauen als Menschen zweiter Klasse." Robert Kurz, "Der Krieg gegen die Juden" 2009

Diese Plattform ist ein Zusammenschluss parteiunabhängiger und autonomer linker Gruppen und Personen in Bayern.

Donnerstag, 29. November 2012

Kein Podium für Nazi-Imame und Judenhasser in Erlangen

Benjamin Idriz, ein Imam aus Penzberg ist oft und gerne Gast in Erlangen, wenn Politik oder Kirche zum interreligiösen Dialog aufrufen. "Penzberger Imam elektrisiert Erlanger Muslime-Freunde" und "Erlanger Bürgermeisterin unterstützt Islamische Gemeinde" war dann in den "Erlanger Nachrichten" zu lesen.

 Prof. Husein Djozo

Nun hatte Pfarrer Johannes Mann den Imam zur Kanzelrede in die Hugenottenkirche eingeladen. Sein Gast Idriz propagiert ganz offen seine Hinwendung zur Ideologie Husein Djozo, den er als „Pionier islamischer Reformen in Bosnien und Herzegowina" hochleben lässt. Nun ist Prof. Husein Djozo auch bekannt als Militär-Imam von Hitlers Gnaden in der sogenannten „Handschar-Division“ der Waffen-SS. Er war Hauptsturmführer der Waffen-SS, Kriegsteilnehmer auf dem Balkan und Judenhasser.

"Die „Handschar“ sollte nach Himmlers Vorstellung eine rein muslimische Division sein. Faktisch zählten zu den rund 20 000 Soldaten auch etwa 2800 Katholiken. Da sie in der Minderheit waren, blieb der Modellcharakter der Division für eine weltweite nationalsozialistisch-muslimische Allianz gewahrt.






Amin al-Husseini  nimm Parade islamischer SS-Soldaten ab


Zur Schulung des geistlichen Personals gründete die SS im brandenburgischen Guben ein Imam-Institut. Bei dessen Eröffnung am 21. April 1944 sprach erst der Großmufti von Jerusalem, dann Militärimam Djozo.


Mufti al-Husseini erklärte, die Muslime würden keinen besseren Verbündeten finden als das Deutsche Reich, und das nationalsozialistische Deutschland habe „keinen loyaleren Freund als die Muslime“. Djozo, der das Institut leitete, schloss sich an: Das Institut werde die „freundlichen Bande zwischen der islamischen Welt und dem nationalsozialistischen Deutschland weiter stärken“. Die Imame seien bereit, „unsere größten Anstrengungen auszuweiten, um die Neue Ordnung zu verwirklichen“ – das von den Nazis beherrschte Europa also.
Im Dezember 1943 hatte Djozo auf Deutsch an Himmler geschrieben, „uns Muselmanen“ sei es eine Ehre, „unser Leben im Kampfe für den großen Führer Adolf Hitler und das Neue Europa“ einzusetzen.(...)Auf der vierten islamischen Konferenz in Kairo mit Würdenträgern aus 34 Ländern wurde laut Lebl ein Aufruf verabschiedet, wonach Jerusalem im „heiligen Krieg“ von den Juden zu „befreien“ sei. Djozo versprach „im Namen der jugoslawischen Muslime“, durch Freiwillige und durch Spenden zum „Sieg des Dschihad im Nahen Osten“ beizutragen." (Quelle)

v.l. Imam Husein Djozo, Großmufti Amin al-Husseini  mit Waffen-SS-Vertretern.

Report München sendete bereits in diesem Jahr einen Bericht mit dem Titel: " Imam Benjamin Idriz in Erklärungsnot". Dort wird sein Besuch im "Europäischen Institut für Geisteswissenschaften Chateau Chinon“ thematisiert. Früher ein Ferienlager, seit zwanzig Jahren – so die Ansicht von Experten, eine Einrichtung mit islamistischen Bezügen. 
Ermordung eines Zivilisten

Waffenbrüder

















Im Zuge der Debatte um das Mohammedvideo sagte Idriz. "Die Menschen, die diesen Film gemacht haben und zeigen, sind wertlos", was Ali Yildiz vom Blog "Der Kosmopolit" empört: "Wer von wertlosen Menschen spricht offenbart eine Gedankenwelt, die von der Würde des Menschen noch nichts verstanden hat."

Wir sind der Überzeugung, die Toleranz von Stadt und Bürgerschaft Erlangens ist mit den Besuchen des Imam Idriz überstrapaziert. Keinesfalls sollte ihm mehr ein Podium geboten werden, die religiösen Gemeinden sind ebenso wie die Politik aufgefordert, ihm keine Bühne mehr zu bieten.
Bildquellen: Google Bildersuche

Samstag, 24. November 2012

Landshuter Geschichten


Wer von seinem beschaulichem und ruhigen Leben in der Hauptstadt Niederbayerns gelangweilt ist, weil hier ja nie etwas aufregendes zu passieren scheint oder er nicht weiß, wie er die Wartezeit bis zur nächsten Landshuter Hochzeit überbrücken soll, ist für jede Abwechselung dankbar. Da man die Ruhe scheinbar nicht genießen kann und es nicht über das Herz bringt ein gutes Buch zu lesen, betätigt man sich gerne anderweitig. Hier in diesem Fall in der großen Weltpolitik. Das tolle daran ist, dass es jeder kann. Voraussetzungen: mit Ausnahme eines moralischen Gewissens, keine. Mehr braucht es ja auch nicht. Auswirkungen hat das Geschwätz meistens keine. Die Welt bleibt wie sie ist und wenn irgendein Hanswurst sagt wie sie denn sein soll, dann ist das ja ganz nett und mehr auch nicht. Wirklich unangenehm wird es dann, wenn das Geschwätz nicht im Chor der vielen Bescheid- und Dummschwätzer untergeht, sondern zum Tummelplatz für das eigene Ressentiment wird. In diesem Falle klingt das so: „Eine mutige Frau erhebt ihre Stimme“[1]. „Schon wieder“ möchte man mehr angeödet als empört stöhnen. Sekundiert wurde die mutige Frau durch den Journalisten von der Landshuter Zeitung. Das ganze war dann scheinbar so spannend, dass der Landshuter Zeitung der Vortrag von Frau Sumaya Farhat-Naser einen Artikel wert war. Dort heißt es dann zu Beginn:
Das muss man sich mal vorstellen: Vater, Mutter und die dreijährige Tochter sind auf dem Weg von der Chemnitzer Straße in Auloh ins Kinderkrankenhaus. Kaum sind sie ein paar Minuten unterwegs, muss der Vater scharf bremsen. Auf Höhe der Handelskammer ist die Straße so eng, dass nur ein Auto durchkommt. An einem Unterstand stapeln sich die Sandsäcke, ein Stacheldrahtverhau verhindert das Ausscheren.
Ein gerade mal 20-Jähriger in Uniform versucht, ein möglichst grimmiges Gesicht aufzusetzen und herrscht den Fahrer an: “He du blöder Auloher, ich will deinen Ausweis sehen. Wo willst du mit deiner Bagage hin?” Verängstigt antwortet der Vater: “Wir müssen ins Krankenhaus, meine Tochter hat fast vierzig Grad Fieber.” Der junge Soldat: “Mir ist es völlig egal, ob hier irgendjemand krank ist, ich muss erst mal nachsehen, ob ihr nicht was im Kofferraum versteckt habt.” Der junge Soldat fuchtelt nervös mit seiner Maschinenpistole herum. Ein Kollege – ebenfalls Marke Milchreisbubi – öffnet den Kofferraum, durchwühlt alles und geht dann gelangweilt zurück zum Unterstand. Nach einer halben Stunde dürfen die Auloher weiterfahren.
Die nächste Schikane erwartet die drei an der Kreuzung Niedermayer-/Marschallstraße. Ein paar Kriminelle hätten auf dem Weg hoch zum Kinderkrankenhaus einen Hofbergler überfallen. Also ist hier erst mal alles dicht. Ein genervter Uniformierter schnauzt sie an. Nach 20 Minuten geht die Fahrt endlich weiter. Nach insgesamt drei Stunden ist die Familie in der Notaufnahme. Vielleicht lebt die Dreijährige noch. Absoluter Wahnsinn.“ [2]
 Dass man sich das erst einmal vorstellen muss, scheint dem Autor dieser Zeilen dann doch so schwer nicht zu fallen – geschafft hat er es allemal. Und wo solche Vorstellungskraft am Werke ist, da gibt es kaum noch Grenzen: „Diese Geschichte ist frei erfunden, aber so oder ähnlich spielt sich der Wahnsinn täglich in Palästina ab.“ So oder so ähnlich und wie auch immer. Auf jeden Fall: Milchreisbubis terrorisieren Familienväter mit kranken Kindern, in „Palästina“, laut dem Journalisten. Oder der Referentin? Ob da einer über eine überschäumende Vorstellungskraft verfügt oder die Phantasie mit ihm durchgeht, ob es von der Referentin stammt oder von dem Journalisten, ist egal – bei so viel Identifikation ist die Marschrichtung klar: auf nach Israel.
Aus seiner distanzlosen Sympathie für Frau Sumaya Farhat-Naser und ihren Vortrag macht er keinen Hehl.
Statt in der vollbesetzten Pausenhalle in Seligenthal hochtrabend zu dozieren, steckte die Palästinenserin das Publikum mit ihrer Menschlichkeit, ihrer Fröhlichkeit, ihrer Zuversicht und ihrem Mut an. Wer aber meint, Farhat-Naser sei nur eine nette, immerzu lächelnde Frau, irrt gewaltig. Sie lullte ihre Zuhörer nicht mit windelweichen Friede-Freude-Eierkuchen-Sprüchen ein, sondern sie redete Tacheles. Sie sprach über die unsäglichen Schikanen in einem seit Jahrzehnten besetzten Land. Sumaya Farhat-Naser erklärte anschaulich, was es bedeutet, alle paar Kilometer Checkpoints vor sich zu haben, die vor allem den Zweck haben, die Palästinenser zu zermürben und zu demütigen.“ [3]
 Statt das zu tun, was man wohl gemeinhin von einer Professorin erwarten würde, nämlich zu dozieren, wirkte die Referentin scheinbar eher ansteckend. Den Journalisten hat es wohl schon erwischt. Angesteckt vom Jargon: Menschlichkeit, Fröhlichkeit, Zuversicht und Mut. Phrasen ohne jeglichen begrifflichen Inhalt oder Kontext, die aber auch dem plumpsten Geschwätz die Weihen des Höheren verleihen[4]. Vor allem dann, wenn kein Wort über den Tugendterror der Hamas oder der Fatah gesprochen wird, geschweige denn, das Suicide-Bombing, sondern das Elend der Palästinenser in Form von israelischen Checkpoints erscheint. Für wen ersteres kein Wort wert ist und letzteres zum Problem wird, der muss um so mehr von Menschlichkeit faseln, weil er nichts von der verletzlichen Leiblichkeit des Menschen, also vom einzelnen menschlichen Individuum wissen will. Daher fällt es nicht schwer jenen Gutes zu attestieren, für die ein einzelner Mensch und sein quälbarer Leib[5] nur als Material für die reine Qual, für die Todes- und Tötungsbereitschaft, kurz: als Opfer, zählen.
 „Der in Deutschland fast ausschließlich als Terrororganisation bekannten Gruppe setzte die Palästinenserin das Bild einer sozialen Organisation entgegen. Nicht jedes Hamas-Mitglied sei Terrorist. Im Übrigen sei in Deutschland kaum bekannt, dass das israelische Militär regelmäßig Zivilisten in Palästina beschieße. Unter Beifall fügte sie hinzu: “Ich will die Hamas für meinen Weg gewinnen.” Den Weg des friedlichen Dialogs. Denn eines sei klar: “Es leben zwei Völker in einem Land, und beide haben recht.”[6]
 Dass die Hamas, sowohl Terror- als auch Wohlfahrtsorganisation ist und dass das eine ohne das andere nicht geht, ist dem Publikum und der Referentin so wenig einsichtig wie es ihnen egal ist. Vom Racket will keiner reden, vor allem, wenn man sich selbst nach dessen Nestwärme sehnt. Und wenn dann die Faktenlage, die aus nichts anderem als persönlichem Erleben und Bescheid wissen besteht, zum Einsatz kommt, als ob es sich nicht jeder ohnehin schon denkt: dass Israel und das weiß keiner, aber vermutet jeder, Zivilisten beschießt. Da kann sich das Publikum scheinbar nicht mehr halten und geht auf im Beifall. Wer da klatscht ist kein Claquer, sondern mit Leib und Seele dabei. Der Begeisterung wird dann noch einer aufgesetzt wenn man nämlich die Antisemiten von der Hamas (und nichts anderes als antisemitisch ist sie) nun auch noch gewinnen will. Denn schließlich haben am Ende beide Völker recht.
Recht sprechen, Recht setzen und Recht haben ist eh alles eins, dort wo der eigene Größenwahn sich zur Instanz erhebt, und das Richten anfängt und alles Individuelle unter sein vermeintliches Dasein als Volk subsumiert. Was einstmals dem Souverän zukam, ist jetzt Aufgabe des Intellektuellen, der sich als Souverän dünkt. Anders ließe sich der Weg des friedlichen Dialogs mit jener Gruppe, die in ihrer Charta nichts anderes schreibt als: „Ansätze zum Frieden, die sogenannten friedlichen Lösungen und die internationalen Konferenzen zur Lösung der Palästinafrage stehen sämtlichst im Widerspruch zu den Auffassungen der Islamischen Widerstandsbewegung.“[7] gar nicht für möglich halten, als denn durch manische Selbsterhöhung. Wer aber zu solcherlei Kapriolen fähig ist, der kann sich getrost mit seinem Dialogpartner zu Tode kommunizieren.
Dass der Jude als Individuum nur überleben kann, in dem er gezwungen ist, sich mit eigenem Staat als jüdisches Volk zu konstituieren, weil der einzige Bezug aufs Jude-sein letztlich in der „Negativität“, in der Vernichtungsdrohung liegt, wie sie die Hamas formuliert und exekutiert. So wenig existiert ein palästinensisches Volk mit irgendwelchen positiven Eigenschaften, sondern nur die antijüdische Mobilmachung der Bevölkerung, sekundiert durch die Einpeitscher von Hamas und Fatah. Dies geht am nestwarmen, behaglichen Verständnis für den Anderen (seien es Völker, Kulturen, Religionen usf.) vorbei. Und trotzdem oder gerade deswegen zeigt man Verständnis und nähert sich mit aller Leistung, die der Verstand einem bietet dem „Problem“ an, das nicht Antisemitismus heißt, sondern mangelnde Empathie, falsche Lebensziele und Mangel an logischem Denken – bei Juden.
 „Farhat-Naser sprach über “reale innere Ängste” der Juden. Nach dem Holocaust seien die meisten bis heute nicht imstande, das Leid der anderen[8], der Palästinenser, zu sehen. Das Lebensziel der Juden besteht laut Farhat-Naser darin, für immer Angst zu haben. Dies führe dazu, dass das logische Denken aussetze.“[9]
Da Frau Farhat-Naser wohl näher am Juden dran ist, als ein Einwohner Landshuts, glaubt man ihr gut und allzu gerne auch diesen völkerpsychologischen Exkurs. Dass es wohl Sinn und Zweck des Staates Israels und seiner Streitkräfte ist, dass Leben seiner Bevölkerung zu schützen d.h. ein Lebensziel zu haben in etwa der Richtung: am Leben bleiben und das dann noch unter möglichst normalen Umständen, kann die Professorin für Botanik und Ökologie, sowie freiberufliche Völkerpsychologin nicht nachvollziehen. Dass die Juden zur Empathie und zum logischen Denken unfähig, kurzum uneinsichtig seien[10], dazu braucht man keine Frau Professor Farhat-Naser, sondern man kann es sich bei jedem x-beliebigen friedensbewegten Antizionisten oder sonstigen Judenhassern anhören. Aber nichtsdestotrotz möchte man sich fragen, ob das denn keinen stört? Man möchte es sich fragen, in der Hoffnung noch auf jemanden zu treffen der nicht ganz irre geworden ist; wohl vergebens, denn: „Zwei Stunden lang begeisterte die Rednerin das Publikum mit ihrem Wissen und ihrem Engagement.“
Die Begeisterung für das Engagement dieser Frau bestätigt genau das was Adorno so treffend formulierte: „In Deutschland läuft vielfach das Engagement auf Geblök hinaus, auf das, was alle sagen oder wenigstens latent alle gern hören möchten.“[11]
Es wächst zusammen was zusammengehört: die Referentin mit ihrem Publikum (oder umgekehrt) in dem, was man schon immer vom Juden gewusst hat und der Journalist sekundiert ganz brav. Alle sind sich einig, die Grenze zwischen Referentin, Publikum und Journallie verschwindet in der Identifikation aller mit allen durch ihre gemeinsame affektive Bindung[12]: den Juden.
Aber von Antisemitismus kann hier keine Rede sein, denn wie bemerkte einst Friedrich Dürrenmatt: „Kein Mensch ist heute mehr Antisemit, man versteht nur die Araber.“
[2] Ebd.
[3] Ebd.
[4] Vgl. Theodor W. Adorno: Jargon der Eigentlichkeit S.419 in Gesammelte Werke Band 6, Frankfurt a. Main 2003.
[5] Vgl. Gerhard Scheit „Quälbarer Leib – Zur Kritik der Gesellschaft nach Adorno“, Freiburg im Breisgau 2011
[7] Artikel 13 der Hamas-Charta, siehe
[8] Alain Finkielkraut wies schon auf die Konsequenzen solchen Denkens hin, dass sich im Namen des Anderen erhebt: „Dort wo die Moral den Feind aus dem Weg geräumt hat, taucht dieser in dämonischer Gestalt des Feindes des Anderen wieder auf,das heißt in der Gestalt des Feindes des Menschengeschlechts“. (S.129) Literaturangabe
Mit Menschlichkeit, Fröhlichkeit, Zuversicht und Mut erfolgt die Abfertigung der Juden, als in letzter Konsequenz unmenschlich.
Alain Finkielkraut „Im Namen des Anderen. Reflexionen über den kommenenden
Antisemitismus“ in Rabinovic, Doron; Speck, Ulrich; Sznaider, Natan (Hrg): „Neuer Antisemitismus? Eine globale Debatte.“ Frankfurt am Main, 2004.
[10] Dieses Unterstellen einer Mangelnden Einsicht speist sich aus dem Gefühl, das der Psychoanalytiker Zvi Rex so treffend auf den Punkt brachte: „die Deutschen [oder in diesem Fall die Welt] werden [wird] den Juden Auschwitz nie verzeihen.“ Zu
[11] Theodor W. Adorno „Engagement“ S. 429 in Gesammelte Werke Band 11 Frankfurt a. Main 2003
[12] Vgl. Sigmund Freud „Massenpsychologie und Ich-Analyse“. Es wäre noch anzumerken, dass diese Idealisierung der Palästinenserin Sumaya Farhat-Naser ihre affektive Bindung am Juden hat. Was sie aber so besonders anziehend macht ist, dass sie am laufenden Band vom Juden und seinen Schikanen gegenüber den Palästinensern schwadroniert, was man ja als Deutscher bekanntlich nicht darf.