Was?

"Die Linke machte einmal den Fehler anzunehmen, daß sie ein Monopol auf Antikapitalismus hätte; oder umgekehrt: daß alle Formen des Antikapitalismus zumindest potentiell fortschrittlich seien. Dieser Fehler war verhängnisvoll – nicht zuletzt für die Linke selbst.” Moishe Postone, 1974

"Neofaschistische Strömungen in aller Welt gehen... mit dem antisemitischen islamistischen „Widerstandskampf“ konform, obwohl sie gleichzeitig rassistische Stimmungen gegen Migranten aus den islamischen Ländern schüren. Auch große Teile der globalen Linken begannen umstandslos die Glorifizierung des alten „Antiimperialismus“ auf die islamistischen Bewegungen und Regimes zu übertragen. Das kann nur als ideologische Verwahrlosung gekennzeichnet werden, denn der Islamismus steht gegen alles, wofür die Linke jemals eingetreten ist; er verfolgt jedes marxistische Denken mit gnadenloser Unterdrückung und Folter, er stellt Homosexualität unter Todesstrafe und behandelt die Frauen als Menschen zweiter Klasse." Robert Kurz, "Der Krieg gegen die Juden" 2009

Diese Plattform ist ein Zusammenschluss parteiunabhängiger und autonomer linker Gruppen und Personen in Bayern.

Mittwoch, 30. November 2011

Bremer Linke boycottiert mal wieder Israel

Deutschland fehlt eine Gesamtstrategie im Kampf gegen den alltäglichen Antisemitismus. Zu diesem Schluss kommt der erste Bericht einer Expertenkommission. Sagt die taz

"Scharf kritisiert wird in ihrem nun vorgelegten ersten Bericht der Umgang der Schulen mit dem Antisemitismus. Dort werde das Thema fast nur mit Bezug auf den Holocaust behandelt. Damit erscheine der Antisemitismus als ein "ausschließlich den Nationalsozialisten zuzuordnendes Phänomen, das 1933 quasi aus dem Nichts erschien und 1945 wieder verschwand".
Viele Lehrer hätten zudem oft hohe moralische Erwartungen von ihren Schülern und verlangten von ihnen eine große Betroffenheit. Diese Haltung überfordere die Schüler und könne zu einer Abneigung nicht nur gegenüber dem Thema NS-Geschichte, sondern auch gegenüber Juden führen - also einen "Antisemitismus wegen Auschwitz" erzeugen.
Nach Ansicht der Experten müssten Pädagogen jedoch viel stärker auf Themen eingehen, in deren Kontext sich heute antisemitische Einstellungen zeigen könnten, allen voran der Nahostkonflikt. Aber auch bei der Kritik am Kapitalismus von links gebe es mögliche "Anknüpfungspunkte für Antisemitismus" - etwa wenn gegen das Finanzkapital und gierige Wall-Street-Banker polemisiert wird."

Eben diesem Expertenrat folgt nun Bremen, was allerdings den Bremer Linken nicht recht ist.


"Mit einer Mahnwache protestierten am 21. November verschiedene, auch palästinensische Gruppen, gegen den von der israelischen Botschaft gewünschten „Israeltag“ im Bremer „Landesinstitut für Schule“ (LIS)." sagt DIE LINKE.Bremen

Bremen ist ein kleines Bundesland, deswegen sind"mehrere Gruppen" dort auch nur sechs Personen.




Bremer Linke wollten unlängste erst Israel durch Boykott „reinigen“, als Linke und Friedensbewegte am 11. März vor einem Bremer Supermarkt mit Pappschildern und Handzetteln zum Boykott israelischer Waren aufriefen. Diese Aktion führte zu heftigen innerparteilichen wie ausserparteilichen Kontroversen.

Das Wetter wird wieder kälter, die Tage dunkler und dieselben zomboiden Gestalten kommen heraus aus ihren Höhlen und Löchern, um der Welt das "Gerücht über die Juden" anzuheften.


Erscheinungsformen, Bedingungen, Präventionsansätze
Bericht des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus

Montag, 14. November 2011

Alles Döner oder was?

Kartoffelmorde passieren dauernd in Deutschland. Also Verbrechen mit Todesfolge an deutschen Staatsbürgern von deutschen Staatsbürgern. Sogar in Serie. Die Täter nennt man dann Serienmörder. Und die Getöteten nennt man Opfer oder Ermordete. Zumindest wenn es sich um deutschdeutscheste Deutsche handelt. Beiderseitig. Das sind dann ganz gewöhnliche Kartoffelmorde. Nennt aber keiner so. Sind ja die eigenene Leute, nicht wahr?…

Von Ramona Ambs

Wenn die Morde aber aus rassistischen Beweggründen geschehen und die Opfer teilweise türkischstämmig sind, dann spricht man hierzulande von “DÖNERMORDEN”. Das bietet sich an, weil Türke und Döner ja quasi Synonyme sind. Zumindest für deutsche Journalisten… Das die Opfer Kioskbesitzer, Schneider, Blumenhändler, Schlüsseldienstinhaber, Internetcafebetreiber oder gar Griechen waren, dass sie Namen hatten und Gesichter, spielt dabei keine Rolle. Alles Döner. Ist doch klar.

Deshalb heißen die Mörder auch nicht Mörder, sondern Döner-Killer. Das klingt so schön niedlich – und lässt ja auch noch ausreichend viel Spielraum für die eigene Phantasie. Zumindest ließ es das, solange noch nicht klar war, wer die “Döner-Mörder” waren. Da konnte man dann ja auch eine rassistische Motivation noch gut ausblenden. Zumindest wenn man dämlich, naiv oder verschlagen genug war. Die Bild-Zeitung sprach seinerzeit ja noch von der „Halbmond-Mafia“ und entblödete sich nicht, den Ermordeten noch allerlei potentielle Delikte unterzuschieben… In einem Artikel von 2006 hatte BILD vier Theorien parat, weshalb die Opfer sterben mussten. Dafür hatte man willkürlich Aussagen von Ermittlern und Kriminologen zusammen gebastelt. In der ersten Theorie (Drogenmafia) konnte BILD sogar den Leiter der Soko Bosporus Wofgang Geier zitieren: „Mehrere Opfer hatten zu denselben Menschen Kontakt. Nicht ausgeschlossen, daß sie in der Drogenszene aktiv waren. Die Opfer sind kleine Lichter am Ende einer Kette. Wo sie Fehler gemacht haben, wissen wir noch nicht.“

Aha. Einige hatten Kontakt und man kann so manches nicht ausschließen und irgendeinen Fehler werden sie ja gemacht haben… spannend! Und für den Fall, dass doch nicht alle „Döner“ kleine verkappte Drogendealer waren, hatte BILD noch Theorie zwei (Organisierte Kriminalität), Theorie drei (Schutzgeld) oder aber Theorie vier (Geldwäsche) parat… irgendwas mussten die Döners doch angestellt haben!

Nunja. Mittlerweile dürfte sich das ja geklärt haben. Die „Döner“ wurden also nicht umgebracht, weil sie vielleicht und unter Umständen mal Haschisch geraucht haben, sondern weil sie eben „Döner“ waren. Ist ja auch irgendwie ein Grund, oder? Sonst würde man doch nicht von Döner-Morden sprechen. Man würde doch Menschen als Menschen bezeichnen und Mörder als Mörder. Man könnte sogar ganz einfach von einer rassistischen Mordserie sprechen. Oder von rechtsextremen Terroristen. Zumindest wenn die Opfer Menschen wären und nicht Döner…oder?
Quelle

"Nichts als Hass"


Mit mehreren Schüssen wird in Nürnberg-Langwasser im Jahr 2000 ein türkischer Blumenhändler auf offener Straße niedergestreckt. Es ist der Anfang einer Serie, der neun Migranten und eine Polizistin zum Opfer fallen. Auch in München gehen zwei Morde auf das Konto der Neonazis. Bekannte der Opfer können nicht fassen, dass die Taten einen rechtsextremen Hintergrund haben. Eine Spurensuche.

Samstag, 12. November 2011

Die Solidarisierer

Keine Be­rüh­rungs­ängs­te mit einem fal­len­den des­po­ti­schen Re­gime und des­sen ge­fal­le­nen an­ti­se­mi­ti­schen Füh­rer kennt das „An­ti­kriegs­bünd­nis Nürn­berg“, sowie die an­de­ren K-​Grup­pen der bay­ri­schen Stadt. Mit dem Krieg in Li­by­en und der mi­li­tä­ri­schen In­ter­ven­ti­on der NATO hat­ten diese deut­schen Frie­dens­freun­den einen An­lass ge­fun­den, Flug­blät­ter zu ver­fas­sen und Er­klä­run­gen zu ver­öf­fent­li­chen. Man un­ter­stütz­te die Er­klä­rung der „Bun­des­wei­te Ko­or­di­na­ti­on der Frie­dens­in­itia­ti­ven – Stoppt die NA­TO-​Krie­ge“, die zur „So­li­da­ri­tät mit dem li­by­schen an­ti­ko­lo­nia­len Wi­der­stand“ auf­rief und die Dik­ta­tur als „Ge­gen­mo­dell zum west­li­chen Raub­tier­ka­pi­ta­lis­mus“ pries.
Der Tod des Des­po­ten Gad­da­fi wird nun mit einer ei­ge­nen aus­führ­li­chen Er­klä­rung, be­trau­ert, die auch von der Orts­grup­pe der Deut­schen Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei (DKP) und ihrem Wurm­fort­satz, der So­zia­lis­ti­schen Deut­schen Ar­bei­ter­ju­gend (SDAJ) un­ter­zeich­net wurde. In der Er­klä­rung wird der Des­pot als „Re­vo­lu­ti­ons­füh­rer“ glo­ri­fi­ziert, der von „sei­nen Fein­den im Wes­ten ge­fürch­tet, ge­hasst und auf das übels­te ver­un­glimpft“ wor­den wäre. „Unter sei­ner Füh­rung“ sei ein wah­res so­zia­lis­ti­sches Zu­cker­bä­cker­land ent­stan­den, das durch die „Un­ter­stüt­zung na­tio­na­ler und an­ti­im­pe­ria­lis­ti­scher Be­frei­ungs­be­we­gun­gen“ einen „Bei­trag zur Be­frei­ung vie­ler Völ­ker“ ge­leis­tet hätte.
Gad­da­fi un­ter­stütz­te tat­säch­lich Grup­pie­run­gen, die sich als „na­tio­na­le“ oder „an­ti­im­pe­ria­lis­ti­sche Be­frei­ungs­be­we­gun­gen“ ver­stan­den. Das an­ti­west­li­che Res­sen­ti­ments und der of­fen­si­ve Na­tio­na­lis­mus brach­ten ihn auch mit völ­ki­schen Grup­pie­run­gen zu­sam­men, die er ide­ell und fi­nan­zi­ell un­ter­stütz­te. Spa­ni­sche Fa­schis­ten, iri­sche Na­tio­na­lis­ten und deut­sche So­zi­al­re­vo­lu­tio­nä­re, denen der Dik­ta­tur bei­spiels­wei­se 1983 ein aus­führ­li­ches In­ter­view in der Zeit­schrift „Wir selbst“ gab, pro­fi­tier­ten von die­sen Zu­wen­dun­gen. Doch die­ser Um­stand wird in den Er­klä­run­gen der deut­schen Frie­dens­freun­de eben­so ver­schwie­gen, wie der völ­ki­sche In­halt des „Grü­nen Bu­ches“ und der An­ti­se­mi­tis­mus des „Re­vo­lu­ti­ons­füh­rers“.
Das der Des­pot für die Ver­trei­bung der li­by­schen Jü­din­nen und Juden ver­ant­wort­lich war, spielt hier eben­so­we­nig eine Rolle, wie die bru­ta­le Un­ter­drü­ckung der Be­völ­ke­rung, die der Des­pot von „po­li­tisch Kran­ken“ be­frei­en woll­te. „Mit der Macht­über­nah­me Gad­da­fis er­leb­te die Ver­fol­gung und Dis­kri­mi­nie­rung li­by­scher Juden, die sich be­reits in den Jahr­zehn­ten zuvor, ins­be­son­de­re wäh­rend des Sechs-​Ta­ge-​Krie­ges und da­nach in Po­gro­men und will­kür­li­chen Ver­haf­tun­gen nie­der­ge­schla­gen hatte, ihren Hö­he­punkt. Gad­da­fi ord­ne­te an, dass jeg­li­cher jü­di­sche Be­sitz zu ent­eig­nen sei und alle Schul­den, die Nicht­ju­den bei Juden hät­ten, hin­fäl­lig seien. Ob­wohl Gad­da­fi ein Aus­rei­se­ver­bot ver­häng­te, ge­lang den al­ler­meis­ten li­by­schen Juden in den fol­gen­den Jah­ren die Flucht ins Aus­land. Seit dem 21. Jahr­hun­dert leben schließ­lich gar keine Juden mehr in Li­by­en“.
Doch diese Um­stän­de wer­den nicht be­nannt. Statt­des­sen wird der An­ti­se­mit als wah­rer Men­schen­freund sti­li­siert und in die Ah­nen­ga­le­rie ein­ge­mein­det: „Mu­am­mar Gad­da­fi wurde wie Che Gue­va­ra, Pa­tri­ce Lu­mum­ba, Mauri­ce Bi­shop, Steve Biko, Sal­va­dor Al­len­de und viele an­de­re Re­vo­lu­tio­nä­re im in­ter­na­tio­na­len Be­frei­ungs­kampf er­mor­det“. „Un­se­re So­li­da­ri­tät gilt dem tap­fe­ren, gegen Put­schis­ten und NATO kämp­fen­den, li­by­schen Volk“, heißt es am Ende der Er­klä­rung.
Viel­leicht wer­den sich die deut­schen Frie­dens­freun­de aus Nürn­berg auch mit dem „Alice“-​Mo­dell Va­nes­sa Hess­ler so­li­da­ri­sie­ren, die nun nicht mehr für „Alice“ wer­ben darf, weil sie in einem In­ter­view ihre „lei­den­schaft­li­che“ Lie­bes­be­zie­hung mit einem Gad­da­fi-​Sohn dar­ge­stellt hatte: „Das sind ganz nor­ma­le Men­schen“, sagte sie dort. Auf der Face­book-​Sei­tedes „An­ti­kriegs­bünd­nis Nürn­berg“ be­klagt sich das Links­par­tei-​Mit­glied Chris Sedl­mair be­reits jetzt: „Die Jagd auf Gad­da­fis Fa­mi­lie macht nicht mal vor den Bet­ten halt“. Es scheint also nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die deut­schen Frie­dens­freun­de eine wei­te­re Er­klä­rung ver­öf­fent­li­chen, mit der sie ihre So­li­da­ri­tät für die ehe­ma­li­ge „Alice“-​Wer­bei­ko­ne er­klä­ren.

Donnerstag, 10. November 2011

Linksjugend fast gegen Sexismus

Linksjugend fast gegen Sexismus

Sexismus ist schlecht. Und Sexisten (ohne *innen) müssen entschieden bekämpft werden. Sagt die Linksjugend ['solid] Mecklenburg-Vorpommern. 
Deswegen wurde unter dem Titel „Sexistische Rollenklischees haben so einen Barth!“ mit einem Bild des Scherzkekses Mario Barth gegen selbigen zu Felde gezogen. Das wiederum gefiel Barth nicht, der so seine eigenen Vorstellungen von Urheberrecht hat und deswegen juristisch dagegen vorging. Ende offen.

 Linksjugend - Pressesprecher Robert Wollenberg sagte dazu, "dass der Verband auch weiterhin gegen die Verbreitung sexistischer Rollenklischees vorgehen werde." Im Blog "Lafontaines Linke" tönte er sogar:“Sexismus und Unterdrückung bekämpfen! Immer und überall!”

Nun gibt es in Deutschland leider noch sehr viel Sexismus und Unterdrückung von Frauen. Zwangsehen, Genitalverstümmelung, Ehrenmorde, Gruppenzwang zur Verschleierung, Fasten oder Kopftuchtragen. Auch ausserehelicher Sex ist in manchen Gemeinschaften ein Grund für körperliche Gewalt gegen Frauen. Die Linksjugend ['solid] könnte sogar in der eigenen Partei anfangen, und weibliche MdBs kritisieren, die sich auf das "Frauendeck" eines Schiffes zur Unterstützung der frauenfeindlichen und homophoben Hamas haben separieren lassen. Oder eine andere LINKE-MdB und Bundespräsidentschaftskandidatin, die mit Kopftuch ihre Aufwartung den Mullahs der islamischen Republik Iran machte, während  ein paar Kilometer nebenan schwule Jugendliche an Baukränen aufgehangen wurden.

Natürlich ist es einfacher, einen weißen, männlichen, deutschen Komikhansel mit dämlichen Sprüchen als Feindbild zu rekrutieren, als sich mit realen, handfesten Unterdrückungsstrukturen zu beschäftigen.


Da wäre zum Beispiel der Rapper Bushido zu nennen, der mit Texten wie:"Ein Schwanz in den Arsch, ein Schwanz in den Mund, Ein Schwanz in die Fotze, jetzt wird richtig gebumst" ("
Gangbang lyrics") ankündigt: "Ich zeig dir was passiert wenn wir beide Streit haben Deine Tochter wird für meine Jungs zum Leihwagen." oder auch mal neckisch männliche Homosexualität thematisiert: "Ihr homosexuellen Arschgefickten Cracks." (Fick Rap lyrics)

Allerdings neigen Bushidofans dazu, den Worten ihres Meisters ("Wir sind die drei die euch Zecken in den Zoo schicken Die euch so ficken bis ihr euer Blut kotzt, Ich bin Berliner der nicht redet sondern zuboxt") auch Taten folgen zu lassen, und unbelebte Objekte meinungsverstärkend in Diskussionen einzubringen. Eine Linksjugend ['solid] - Protestdemo gegen ein Bushidokonzert hätte daher nur sehr begrenzte Chancen, unversehrt den Platz wieder zu verlassen.

Von daher ist es zu verstehen, wenn man sich seitens ['
solid] - MV  auf dem (dank Rechtsschutzversicherung) ungefährlichen Weg der PR-Antifa und Antisexismusproteste via Blog und Anwalt begibt.

Bushido soll ja nun einen Bambi bekommen: "„Der in Bonn geborene und in Berlin aufgewachsene Deutsch-Tunesier richtet seinen Appell für ein respektvolles Miteinander an seine Fans ebenso wie an Politik und Öffentlichkeit.... .Bushido setzt sich ein gegen Gewalt und für ein respektvolles Miteinander in einer multikulturellen Gesellschaft.““


Respekt, Alder!


"Bushido ist sicher kein Beispiel für gelungene Integration, sondern eine äußerst erfolgreiche Kunstfigur, die auf dem Rücken von Minderheiten große Kasse macht. Dass er dabei Frauen nur als 'Schlampen' bezeichnet und Botschaften wie 'Schwuchteln verkloppen' rappt, scheint den Burda-Verlag nicht zu stören", erklärte dagegen Grünenchefin Claudia Roth.

Ist nun bald mit einer Kampagne der Linksjugend ['solid] gegen Bushido & Co  zu rechnen? Einer Aktion, die Bambiverleihung oder ein Konzert beispielsweise mit Buttersäure zu bereichern? Die Lebenserfahrung sagt nein. Und das ist  gut so. Links wirkt.

"Erstaunen erzeugte nur, dass Bushido noch von der Bühne herab die protestierenden Schwulen und Lesben mit abfälligen Posen behelligte: „Die Wichser können demonstrieren, sich aufhängen – ich scheiß drauf.“ Der Mann ist sich seiner Sache sicher. Denn sein Publikum applaudierte ihm. Auch für folgenden Satz: Die Kritik an ihm lenke nur – Stichwort Mügeln – von „Gewalt gegen Ausländer“ ab. Bushido weiß also genau, was er den Berufsbetroffenen schuldig ist: Jede Sauerei (Homophobie, Sexismus) kann er sich leisten, weil er durch das Bild vom guten, antirassistisch bedürftigen Migranten geschützt wird." antifa-braunschweig

Samstag, 5. November 2011

Vortrag über Israelfeindlichkeit und Antisemitismus in Bamberg

Am 15.11.2011 um 19.00 Uhr findet in der israelischen Kultusgemeinde ein Vortrag zum Thema „Feindbild Israel: Zum Verhältnis Israelfeindlichkeit und Antisemitismus“ statt. Referentin ist Prof. Susanne Talabardon von der Universität Bamberg. Der AK Shalom wird anwesend sein.